von Arn Strohmeyer*
27.03.2026
Der Journalist Fabian Goldmann hat die Berichterstattung der deutschen Mainstream-Medien während des israelischen Genozids in Gaza untersucht / Sein Fazit: Ein Desaster
Dieses Buch war überfällig. Um das Resultat der Recherchen von Fabian Goldmann gleich vorwegzunehmen: Die Berichterstattung der deutschen Leitmedien über Israels Völkermord in Gaza war mehrheitlich extrem einseitig, verzerrend und desorientierend und genügte so gut wie nie journalistischen Standards, so der Autor. Er wirft vielen Medienvertretern, die beruflich mit dem Thema Gaza zu tun hatten, sogar vor, sich durch ihre Parteinahme für Israel zu Propagandisten eines Völkermords gemacht zu haben.
Goldmann hat die Gaza-Berichterstattung der deutschen Printmedien BILD, SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, TAZ und Welt sowie der Tagesschau vom 7. Oktober 2023 bis zum 19. Januar 2025 verfolgt – also knapp anderthalb Jahre lang – und bezieht am Rande auch die Medienprodukte Freitag, Junge Welt, Stern und das ZDF mit ein.
Der Autor legt folgende Maßstäbe an seiner Untersuchung an: Journalismus muss wahrhaftig, faktentreu und ausgewogen unterrichten, sorgfältig recherchieren, Behauptungen und Vermutungen kenntlich machen und von rassistischen und diskriminierenden Zuschreibungen absehen. Und er will folgende Fragen in seinem Buch beantworten: Wie wurden deutsche Redaktionen diesen Standards während des Genozids in Gaza gerecht? Wie faktentreu und ausgewogen war die Berichterstattung und welche Sprache und Bilder nutzten die Medien, um das Geschehen zu beschreiben? Über welche Ereignisse wurden berichtet und welche wurden verschwiegen? In welchen historischen, politischen oder rechtlichen Kontext ordneten die Redaktionen das berichtete Geschehen ein?
Der Autor bilanziert, dass die Berichterstattung der deutschen Mainstream-Medien aus Gaza und dem Nahen Osten täglich gegen diese Standards verstoßen hat. Der Autor belegt das an sehr vielen Beispielen in seinem Buch. Den Anfang machen die Nachrichten über den 7. Oktober 2023, also den Tag des Überfalls der Hamas auf Israel. Was damals genau geschah, ist noch immer unklar, weil die westlichen Medien sich hauptsächlich auf Angaben des israelischen Militärs stützten. Und danach war es „ein blutrünstiges Massaker“ barbarischer Palästinenser, die sogar Babys enthauptet haben. Die Vermutung liegt nahe, dass Israel hier in erster Linie rechtfertigende Vorwände für seinen Rachefeldzug in Gaza verbreitete.
Die Baby-Geschichte wurde von so gut wie allen deutschen Medien gebracht: vorneweg BILD, aber auch von den anderen Medien des Springer-Verlages, Welt-TV sowie ZDF, TAZ, Berliner Zeitung und Tagesspiegel (Berlin). Die TAZ berichtete sogar von vergewaltigten Frauen und Mädchen, der Verstümmelung von Genitalien, Misshandlung von Kindern und geschändeten Leichen. Belege für diese Anschuldigung lieferten die TAZ und die anderen allerdings keine. Die Behauptung von den geköpften Babys stellte sich als Fake heraus, wie selbst die israelische Armee und das Außenministerium des Landes schließlich zugeben mussten. Korrigiert wurden solche Fake-Berichte so gut wie nie.
Der Autor merkt an dieser Stelle an: „In den kommenden Wochen und Monaten erschienen unzählige weitere Fake-News. Sie hatten alle vier Dinge gemeinsam: Sie zielten auf die Entmenschlichung und Dämonisierung von Palästinensern und anderen, die Ziel von Israels Gewalt wurden. Diese Kampagnen wurden maßgeblich durch pro-israelische Institutionen wie Regierungsvertretungen, Botschaften und die „Deutsch-Israelische Gesellschaft“ befeuert. Sie hätten aufgrund der dünnen Faktenlage nie von den Medien veröffentlicht werden dürfen. Ihre Verbreitung hatte keinerlei Konsequenzen für die verantwortlichen Journalisten.“
Der Autor fährt bezugnehmend auf Kritik, dass ein Erwähnen der Vorgeschichte des 7. Oktober eine Relativierung des Geschehens bedeute, fort: „Die Hauptaufgabe der Presse ist es nicht, Ereignisse zu rechtfertigen und zu verdammen, sondern sie zu beschreiben, zu erklären und einzuordnen – ganz gleich, wie brutal und verachtenswert sie auch sein mögen. Stattdessen machten viele Medienschaffende das bewusste Weglassen von historischen und politischen Hintergründen zu einer Art politischem Statement.“
In den Wochen nach dem Hamas-Überfall kamen in den Talkshows hauptsächlich Juden, die Israel nahestehen oder Israelis, zu Wort. Es gab eine große Empathie für Israel und seine Menschen, nicht aber für die Palästinenser, die vom israelischen Verteidigungsminister Gallant als „menschliche Tiere“ denunziert wurden, auf diese Weise zum Abschuss freigegeben und in der Folgezeit auch zu Zehntausenden ermordet wurden. Wobei für die Gewalt ausschließlich die Hamas verantwortlich gemacht wurde, auch wenn Krankenhäuser, Moscheen oder Schulen und Universitäten bombardiert wurden. Es handele sich dabei ausschließlich um „Hamas-Kommando-Zentralen“, hieß es. Solche Angaben, die so gut wie immer ausschließlich von Sprechern der israelischen Armee als einziger Quelle stammten, wurden von den deutschen Mainstream-Medien willig und freiwillig übernommen – auch wenn es dafür keinerlei Belege gab.
Der Autor merkt dazu an: „Die Hamas-Kommando-Zentrale, die verlässlicherweise immer sofort dort auftauchte, wo Israel gerade die Bombardierung eines Flüchtlingslagers, einer Schule oder eines Krankenhauses rechtfertigen musste, wurde zum Symbol einer Kriegsführung, die jeden Ort in Gaza zum legitimen Ziel umdeutete, und einer medialen Berichterstattung, die jede noch so absurde Begründung kritiklos übernahm. Bis zum 19. Januar 2025 [dem Ende der Recherchen des Autors] war im SPIEGEL von Angriffen auf Kommando-Zentralen von Hamas, Hisbollah oder Huthis die Rede. Kein einziges Mal wurde die Behauptung durch Quellen außerhalb der Regierung und Armee Israels und dessen Verbündeten gestützt.“
Der Autor führt ein weiteres Beispiel für die völlige Einseitigkeit der Berichterstattung der Tagesschau an: „Die Bilanz nach 15 Monaten Kriegsberichterstattung: Auf vier palästinensische Vertreter kamen in der Tagesschau 136 Israelis. In 313 Abendnachrichten mit Nahost-Bezug ließ die Redaktion 672 mal Personen zu Wort kommen, die nicht der eigenen Redaktion angehörten. Allein Israels Ministerpräsident Netanjahu erhielt 63 mal das Wort. Palästinensische Repräsentanten und ihre Perspektive auf die Gewalt in ihrer Heimat bekamen in der Tagesschau hingegen in etwa so viel Raum wie jene Luxemburgs (3 Auftritte) und Spaniens (5 Auftritte).“
Der Autor hat auch die Überschriften von Artikeln untersucht und auf die Frage Israel oder Palästina? überprüft: „Von 4 856 untersuchten Überschriften beruhen 2 100 (42,3 Prozent) auf israelischen Quellen. Palästinensische Angaben schafften es lediglich auf 244 Überschriften (5,0 Prozent). Informationen aus Israel kamen damit fast neunmal so häufig in die Schlagzeilen deutscher Nachrichtenbeiträge wie palästinensische Angaben. Dieses Missverhältnis prägt die Berichterstattung aller untersuchten Medien. Bei SPIEGEL und ZEIT stehen im Schnitt jeder Überschrift aus einer palästinensischen Quelle sieben Schlagzeilen aus israelischen Quellen gegenüber. Bei der Tagesschau ist das Verhältnis etwa 1 zu 8.“
Natürlich ist es sehr schwer, unabhängige Informationen aus Gaza zu bekommen. Das Gebiet ist von Israel völlig abgeriegelt, ausländische Journalisten haben keinen Zutritt, und arabische bzw. palästinensische Journalisten befinden sich in einer permanenten Ausnahmesituation, da sie damit rechnen müssen, von der israelischen Armee erschossen zu werden – bisher gab es über 250 tote Pressevertreter dort.
Der Autor merkt dazu an: „Es mag schwer sein, unabhängige Informationen aus Gaza zu bekommen. Doch deutsche Medien scheinen es nicht einmal zu versuchen. Wann ist eine Nachricht eine Nachricht? Die Frage wird in deutschen Nachrichtenredaktionen oftmals nicht anhand journalistischer Kriterien wie Relevanz, Faktentreue, Glaubwürdigkeit oder Aktualität beantwortet. Stattdessen scheint vielmehr entscheidend zu sein, ob eine Nachricht mit dem Narrativ der israelischen Regierung in Einklang zu bringen ist.“
Um die Zahl der von der israelischen Armee getöteten Palästinenser möglichst gering erscheinen zu lassen, fügten und fügen die deutschen Medien bei Angaben über die Opfer meistens hinzu: Es handele sich „um Hamas-Angaben, die sich nicht überprüfen lassen.“ Das ist reine Propaganda. Denn das Gesundheitsministerium in Gaza, das die Zahlen herausgibt, untersteht gar nicht direkt der Hamas, sondern dem Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah. Zudem würden die von ihm angegebenen Zahlen vielfach überprüft: von Reportern, Wissenschaftlern, Ärzten und NGO-Mitarbeitern. Der Autor: „Wenn die deutschen Medien versuchten, der vermeintlichen Manipulation der Hamas zu entgehen, gingen sie in Wirklichkeit Israels Propaganda auf den Leim.“
Ein gutes Beispiel für eine verschleiernde und verharmlosende Berichterstattung deutscher Medien war das sogenannte „Mehlmassaker“, das am 29. Februar 2024 im Norden Gazas begangen wurde, als die israelische Armee 118 Menschen erschoss, die die Ankunft eines Hilfskonvois erwarteten. Der arabische Sender Al-Jazeera berichtete: „Die Situation ist unbeschreiblich (…) Das Krankenhaus wurde mit Dutzenden Toten und Hunderten Verwundeten überschwemmt. Die Mehrheit der Opfer erlitt Schussverletzungen und Splitterwunden am Kopf und in den oberen Körperbereichen. Sie wurden durch direkten Artilleriebeschuss, Drohnenraketen und Gewehrfeuer getroffen.“
Die israelische Armee behauptete, die Menschen hätten sich im Gedränge verletzt. Die Tagesschau berichtete am selben Tag überhaupt nicht über das grausame und von Augenzeugen, Ärzten und Rettungskräften gut dokumentierte Massaker, sondern nur über die Ankündigung der israelischen Armee, den Vorfall untersuchen zu wollen. Die Schlagzeile der Tagesschau lautete: „Berichte über Angriff auf Hilfslieferungen: Israel will Vorfall untersuchen.“
Auch die Überschriften anderer deutscher Medien belegen die Verschleierung der Fakten bei diesem Massaker. Bei ZEIT-online heißt es: „Zahlreiche Tote bei Auslieferung von Hilfslieferungen in Gaza“; die Süddeutsche Zeitung titelte: „Tote nach Sturm auf Gaza-Hilfsgüter?“; die TAZ überschrieb: „Viele Tote bei Hilfslieferungen“; in der Berliner Morgenpost lautete die Überschrift: „Schüsse und Massenpanik in Gaza: Viele Tote und Verletzte“; ZDF-heute titelte: „Verteilung von Hilfsgütern in Gaza eskaliert“; beim Deutschlandfunk hieß die Titelzeile: „Berichte über viele tote Palästinenser.“ Alle diese Überschriften verschweigen, wer die eigentlichen Täter waren – israelische Soldaten. Nur DER SPIEGEL berichtete an diesem Tag korrekt: „Israelische Armee schießt auf Menschenmenge – Berichte über Dutzende Tote“.
Am 1. April 2024 meldete Al Jazeera die völlige Zerstörung der Shia-Klinik in Gaza. Was die Israelis hinterließen, war blanker Horror. Der US-Sender CNN ließ Augenzeugen zu Wort kommen, die berichteten, wie israelische Soldaten Ärzte, Pflegerinnen und Patientinnen exekutierten. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA sprach von „Hunderten von Leichen“. Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation Euro-med bezeichneten die Zerstörung der Klinik als „eines der größten Massaker der palästinensischen Geschichte“. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO Ghebreyesus meldete: „Was einst das Rückgrat des Gesundheitssystems in Gaza war, ist nun eine leere Hülle von Menschengräbern.“
Natürlich verbreiteten Sprecher der israelischen Armee die Version, dass sich unter der Shifa-Klinik eine Kommando-Zentrale der Hamas befunden habe. Die Tagesschau übernahm diese Behauptung schon sehr früh (27. Oktober2023). Die unbelegte Aussage der Armee wurde von vielen deutschen Medien als Tatsache dargestellt. In der Welt hieß es: „Perfider Komplex: So sieht die Kommando-Zentrale der Hamas-Terroristen unter der Klinik aus“ (15. November 2023). In der TAZ hieß es: „Einmarsch in die Terrorbasis“ (15. November). Der MDR meldete: „Israelische Armee findet Waffen im Shifa-Krankenhaus“ (16. November). DIE ZEIT formulierte: „Die israelische Armee findet Hamas-Einsatzzentrale im Shifa-Krankenhaus“.
Keine dieser medialen Anschuldigungen konnte belegt werden. Deutsche Journalisten hätten die Pflicht gehabt, selbst zu recherchieren oder zumindest die Angaben der israelischen Armee auf ihre Plausibilität zu überprüfen. Was aber nicht geschah. Man begnügte sich fast immer mit den Angaben der israelischen Armee. Der Autor wirft deshalb der deutschen Berichterstattung über den Gaza-Genozid vor, sich nicht an der Realität zu orientieren, sondern der Propaganda einer Kriegspartei zu folgen.
Der Autor merkt weiter an: „Die Konsequenzen dieser Berichterstattung sind kaum zu unterschätzen. Bewusst oder unbewusst machen sich Medienschaffende gemein mit der Erzählung der israelischen Kriegsmaschinerie und werden so zu ihrem Instrument. Aus Beobachtern werden Akteure. Aus Information wird Desinformation. Aus Journalismus wird Propaganda. Die Folge ist nicht mehr nur eine schlecht informierte Öffentlichkeit. Die Folge ist Tod und Zerstörung.“ (Juristen haben in diesem Zusammenhang schon die Frage aufgeworfen, ob gegen Journalisten, die auf diese Weise berichtet und kommentiert haben, nicht Anklage erhoben werden kann, wenn der Internationale Gerichtshof zu dem Urteil kommt, dass Israel in Gaza einen Genozid begangen hat.)
Die Beispiele für das Versagen im Fall Gaza lassen sich beliebig verlängern. Der Autor nennt noch zahlreiche andere Fälle und spricht – die Folgerung aus diesem Versagen ziehend – vom „Untergang des deutschen Nahost-Journalismus“. Er untersucht auch die Ursachen dieses Desasters und gibt dafür als Gründe an: neben ideologischer Voreingenommenheit von Journalisten spielen die hierarchischen bzw. autoritären Strukturen in den Redaktionen eine wichtige Rolle, also der politische Druck, den Verleger, Intendanten oder Chefredakteure auf die Journalisten in den Verlags- und Funkhäusern ausüben. Dort herrsche zum Teil eine „Kultur der Angst“, denn viele Journalisten befürchten, etwas Falsches zu sagen oder zu schreiben – die Zensurschere im Kopf ist deshalb immer tätig. Und vor allem: Der Antisemitismus-Vorwurf kann schnell das Ende einer Anstellung oder sogar Karriere bedeuten.
Diese Faktoren haben die Meinungsfreiheit in Deutschland, was Israel und Palästina angeht, stark eingeschränkt. Dazu schwebt über allem die deutsche Staatsräson gegenüber Israel, das heißt die völlige Identifizierung der deutschen Politik mit diesem Staat, die aus der Schuld für die NS-Verbrechen abgeleitet wird. Was für die Medienkultur dieses Landes schlimme Konsequenzen hat. Ganz egal ob Israel einen Genozid in Gaza begeht oder mit den USA einen verbrecherischen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Iran führt, Deutschland steht in jeder Beziehung – vor allem auch medial – in Nibelungentreue zu Israel und wird zum Komplizen von dessen Untaten. Kritik an diesem Staat ist Antisemitismus – das ist ein unumstößliches Dogma –, so falsch und verlogen es auch ist. Es ist kein Zufall, dass die deutschen Medien immer noch im Zusammenhang mit Gaza, die Begriffe „Völkermord“ und „Genozid“ meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Der Autor folgert aus seinen Recherchen: „Deutsche Nahost-Nachrichten bestehen zum größten Teil aus offiziellen Verlautbarungen. Angaben von staatlichen und staatsnahen Akteuren sowie internationalen Organisationen machen über 60 Prozent aller BILD- und über 80 Prozent aller Nachrichten-Schlagzeilen von Tagesschau, SPIEGEL und ZEIT aus.“ Und deshalb urteilt er: „In ihrer selbst erklärten Rolle als vierte Gewalt haben die etablierten deutschen Medien weitgehend versagt. Statt die Öffentlichkeit über Ausmaß und Folgen deutscher Staatsräson-Politik aufzuklären, erweisen sie sich weniger als Wächter denn als Ermöglicher der herrschenden Politik.“
Auch wenn man den deutschen Medien und ihrer Nahost-Berichterstattung schon bisher kritisch gegenüberstand, so ist die Lektüre dieses Buches ein Schock, denn es geht ja hier nicht nur um Nachrichten aus Israel und Palästina, sondern letzendes auch um den Zustand der deutschen Demokratie, denn die Informations- und Meinungsfreiheit ist das wichtigste Grundprinzip dieser Staatsform. Und da sieht es, was die Medien angeht, nicht gut aus.
Der Autor hat selbst nicht die Hoffnung, dass überall in den deutschen Redaktionen nun nach seinem Buch gegriffen wird und nach der Lektüre alles ganz anders wird. Dazu ist das mentale Beharrungsvermögen viel zu stark und sind die ideologischen Scheuklappen viel zu groß und zu dicht verschlossen. Man muss weiter mit einer Fake-Berichterstattung aus Israel und Palästina rechnen. Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist sie wieder voll im Gang. Um diese Manipulation aber besser zu verstehen und bewusster dagegen angehen zu können, ist die Lektüre dieses Buches sehr zu empfehlen.
Fabian Goldmann: Staats(räson)funk. Deutsche Medien und der Genozid in Gaza, Manifest Verlag Berlin, ISBN 978-3-96156-145-2, 22 Euro
* Journalist und Autor, Verfasser zahlreicher Bücher, Artikel, Essays, Interviews und Buchrezensionen. Der Nahe Osten ist einer seiner Schwerpunkte. Er lebt und arbeitet in Bremen. Website des Autors: https://arnstrohmeyer.de
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